Anarchismus und Raumplanung

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Ein schöner Tagblatt-Titel: «Anarchismus und Raumplanung»!

Heute in der Erfreulichen Uni: «Unsere Freunde erklären uns ihre Ergebnissse» Dienstag 20.15 Uhr im Palace

Eine ehemalige Studentin und ein ehemaliger Student der Raumplanung  stellen ihre Abschlussarbeiten zu den Quartieren Bruggen und Winkeln vor das zur Raumplanung. Auch der anarchisten Führer Kropotkin wird vom ehemaligen Wirt des Hauses vorgestellt.

http://www.palace.sg/index/index/xEvent/597

Gnusch in den St.Galler Nachrichten

Zum Themenforum aus den St.Galler Nachrichten vom 4. Mai 2016SGN_4_5_2016.jpg

Gerne präsentieren wir aus der aktuellen Ausgabe der St.Galler Nachrichten die qurlige Berichterstattung zum Themenforum der Stadt St.Gallen. Anscheinend hat der Autor ein Gnusch im Fadechörbli mit den Tischen, Gleisen und was jetzt darauf, davor, dahinter oder darüber liegt.

Und die Frage der Woche, hören Sie noch Radio?

Erste Erkenntnisse

Erste Erkenntnisse sind da.  Und noch besser, der weitere Planungsprozess wird erläutert.

Ebenfalls werden auf der Seite: http://www.stadt.sg.ch/news/14/2016/01/bahnhof-nord-_-erkenntnisse-der-sozialraumanalysen-und-online-um.html
Diverse Downloads angeboten, zur indiviuellen Vertiefung in die Ergebnisse und zum Vorgehen der weiteren Planung.

Hier zum Nachlesen: Die Mitteilung der Stadt vom 27. Januar 2016

Bahnhof Nord – Erkenntnisse der Sozialraumanalysen und Online-Umfrage liegen vor

Der erste Analyseteil des Projekts Bahnhof Nord ist abgeschlossen. Mit den Ergebnissen aus den fünf Sozialraumanalysen und der Online-Umfrage liegen die ersten Erkenntnisse vor. Dabei wurden die Belebung des öffentlichen Raums sowie die Erdgeschossnutzung als wichtige Themen genannt.

Von Mitte bis Ende des vergangenen Jahres erstellten Studenten der Fachhochschule St.Gallen im Auftrag der Stadt St.Gallen fünf Sozialraumanalysen. Dazu befragten sie fünf unterschiedliche Nutzergruppen des Gebiets Bahnhof Nord: Passantinnen und Passanten/ Freizeitnutzende, Bewohnerinnen und Bewohner, Bildungsnutzerinnen und Bildungsnutzer, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Gewerbe- und Kulturtreibende. Mit diesen fünf Analysen erhielt man vertiefte Einblicke in aktuelle und relevante Themen der aktiven Nutzer und Nutzerinnen des Gebiets. Um dies noch breiter abzustützen, wurde mittels einer Online-Umfrage das Stimmungsbild der breiten Öffentlichkeit abgeholt und mit den Antworten der Analysen gespiegelt.

Verbindende Themen

Bei den Auswertungen wurden verbindende Themen ermittelt, welche alle befragten Gruppen beschäftigen und von den meisten genannt wurden. So soll einerseits der Freiraum erweitert und Grün-/ Aufenthaltsbereiche geschaffen und andererseits das Gebiet mit Begegnungszonen und Erdgeschossnutzung belebt werden sowie das Klubhaus erhalten bleiben. Auch zeigte ein Grossteil der Befragten ein hohes Interesse, sich an der Partizipation zur Entwicklung des Gebiets aktiv zu beteiligen.

Analyse der Grundlagen

Während der ersten Partizipations-Phase werden die Grundlagen analysiert. Die Analyse besteht aus den Erhebungen der fünf Sozialraumanalysen und Online-Umfrage, einer ausführlichen Bestandsaufnahme des Gebiets sowie persönlichen Gesprächen über die Anliegen und Bedürfnisse von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie Interessenvertreterinnen und –vertretern. Bei der Bestandsaufnahme werden die baulichen, rechtlichen und historischen Fakten und Vorgaben durch ein externes Planerbüro aufgearbeitet.

Die Erkenntnisse  aus den einzelnen Teilanalysen fliessen in eine Gesamt-Konklusion, welche bis Ende März 2016 fertiggestellt wird.

Partizipation  mit der breiten Öffentlichkeit

Die Konklusion bildet die Grundlage für die Themen und Fragen, welche beim Themen-Forum am 25. April 2016 um 19 Uhr mit möglichst vielen interessierten Personen in der Lokremise diskutiert werden. Für diesen partizipativen Prozess mit der breiten Öffentlichkeit wurde die Methode des «World Café» gewählt. Diese eignet sich um über die komplexen Themen innerhalb des Gebiets Bahnhof Nord nachzudenken und mitzureden. Dabei wird in einer entspannten Atmosphäre ein Dialog in Gang gesetzt, der über mehrere Gesprächsrunden den Austausch von Wissen und Ideen unter den Beteiligten fördert und zu neuen Erkenntnissen führt.

Als Vorbereitung zum Themen-Forum soll unter dem Begriff «Werk-Stadt Bahnhof Nord» direkt im Gebiet ein kreativer Bereich für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dort soll unter Einbezug der wichtigsten Fakten und Vorgaben sowie den Erkenntnissen aus der Grundlagenanalyse experimentiert werden können und die Teilnehmenden sollen Lust bekommen, sich aktiv beim Mitdenken im Themen-Forum zu engagieren.

Die gesammelten und geordneten Erkenntnisse aus dem Themen-Forum fliessen in die Rahmenbedingungen des Testplanungsverfahrens ein.

Testplanungsverfahren

Die Ergebnisse des Themen-Forums werden anschliessend zusammen mit den wichtigsten Anspruchsgruppen nochmals erörtert. Zusammen mit den Ergebnissen aus der Grundlagenanalyse bilden sie die Rahmenbedingungen für das Testplanungsverfahren. Anhand dieser Vorgaben erarbeiten vier Teams mögliche Lösungen, welche den Anspruchsgruppen im November präsentiert und zusammen besprochen werden. Im Anschluss daran werden am Ergebnis-Forum, dem 2. World Café, allen Interessierten die Ergebnisse dargelegt. Das Ergebnis-Forum findet am Mittwoch, 30. November 2016 um 19.00 Uhr wiederum in der Lokremise statt. Ziel ist es, breit abgestützte Empfehlungen zu erarbeiten.

Das dialogische Testplanungsverfahren ersetzt die formellen Entscheidungsverfahren nicht, vielmehr soll gemeinsam eine Entscheidungsgrundlage geschaffen werden.

Empfehlungen an den Stadtrat

Die breit abgestützten Empfehlungen wie das Gebiet Bahnhof Nord weiterentwickelt werden kann und soll, werden danach dem Stadtrat unterbreitet. Der Entscheid über das weitere Vorgehen liegt danach beim Stadtrat.

(Medienmitteilungen – Bahnhof Nord – Erkenntnisse der Sozialraumanalysen und Online-Umfrage liegen vor (27.01.2016 10:00))

Die Bevölkerung will das Klubhaus behalten

Jetzt auch offiziell: Die Bevölkerung will das Klubhaus behalten

Die Ergebnisse aus der Sozialraumanalyse und der Umfrage zum Bahnhof Nord sind da. Das Wichtigste: Die Bevölkerung will das Klubhaus behalten, den Parkplatz aufheben und mehr Restis und Läden im Quartier. Erfreulich für Autofahrer: Bei der Bahnhofvorfahrt ändert sich endlich was.

Klubhaus St. Gallen. Saiten Artikel

 

FHS-Studierende haben über Monate im Bahnhof Nord Passanten, Anwohner und Gewerblerinnen für eine sogenannte Sozialraumanalyse befragt. Parallel dazu gabs eine öffentliche Online-Umfrage. Ihre Meinung kundgetan haben so off- und online insgesamt rund 1200 Nutzer des Quartiers. (Der Schäfer gab auch seinen Senf dazu, siehe hier).

Am Mittwoch hat die städtische Baudirektorin Patrizia Adam mit FHS-Dozent Dani Fels und Stadtplanungschef Florian Kessler die Ergebnisse vorgestellt. Das Wichtigste daraus:

  • Das Spanische Klubhaus soll erhalten bleiben.
  • Freiraum soll geschaffen werden (=SBB-Parkplatz aufheben).
  • Das Quartier soll belebt werden mit Läden, Restaurants und Sitz- und Aufenthaltsorten.

Diese Umfrageergebnisse sind nicht repräsentativ, geben laut Fels aber ein «Stimmungsbild» wieder. Und dieses zeigt auch, dass nicht alles schlecht ist: Den Bewohnerinnen und Bewohnern gefällt es sehr gut in ihrem Quartier im Umbruch. Die Mieten sind günstig, die Lage zentral, das Kulturangebot gut. Nur der Verkehrslärm sei ein grosser Störfaktor.

Die Bahnhofsvorfahrt wird angepasst

Prominent als Problem genannt wurde von den Befragten zudem die Bahnhofsvorfahrt, bei der Autofahrer oberirdisch nicht (mehr) halten dürfen. Die fünf Minuten Haltezeit auf den als Ersatz angebotenen Kiss+Ride-Parkplätzen im Parkhaus nebenan sind für die meisten Autofahrer zu kurz, um jemanden auf den Zug zu bringen.

Dazu sagte Adam: «Bei der Bahnhofsvorfahrt wird sich in nächster Zeit etwas ändern.» Zu erwarten ist wohl, dass kurzzeitiges Anhalten wieder gestattet werden soll.

Weiter verhandeln um den Parkplatz

Andere Änderungen werden länger brauchen: Die Stadt hat einen ausgeklügelten Planungsprozess aufgegleist (Details dazu hier). Dieser startet am 25. April mit einem öffentlichen Themenforum in der Lokremise, dem sogenannten World Café.

Zuvor wird während des Aprils eine «Werk-Stadt» (50 Rappen ins Wortspiel-Kässeli!) durchgeführt. An dieser soll über mehrere Tage «lustvoll experimentiert werden», wie Stadtplanungschef Kessler sagte. Was das konkret bedeutet, ist momentan noch offen.

Parallel dazu redet die Stadt schon seit Monaten mit dem Kanton. Diesem gehört der Grund, auf dem der grosse SBB-Parkplatz hinter dem Bahnhof angelegt ist. Der Vertrag zwischen Kanton und den SBB läuft noch bis 2028. «Verträge können allerdings auch angepasst werden», sagte dazu Kessler. Es sei aber auch hier noch nichts konkret.

Kessler stellte noch weitere, derzeit unkonkrete Überlegungen vor: etwa, dass es beim Gelände einen kleinen Busbahnhof für Fernbusse geben könnte.

«Mitsprache, nicht Mitentscheidung»

Im Laufe des Jahres werden verschiedene Planungshearings stattfinden, daraus entsteht dann eine erste Testplanung. Diese und weitere Ergebnisse aus dem partizipativen Prozess werden dann am 30. November in einem «Ergebnis-Forum» öffentlich vorgestellt.

Man darf gespannt sein, wie viel Gewicht die Ideen von unten dannzumal haben werden: Stadträtin Adam betonte, dass der partizipative Prozess «klare Grenzen» habe: «Es geht um Mitsprache und nicht Mitentscheidung.»

 

 

Urs-Peter Zwingli, 27. Januar 2016, saiten.ch