Der Chiosco kommt – zu Besuch

Wie man heute in Saiten lesen kann, kommt dieses Wochende der Chiosco zu besuch am Bahnhofnord. Freitag und Samstag – wohl auch der perfekte Ort um über den Stadtratsbeschluss zu sprechen, der diesen Donnerstag bekanntgegeben wird.

Darum, auf zum Chiosco – an den Ort des – bis zumindest jetzt – nicht Geschehens.

Mehr Infos gibt es hier zum Projekt: www.chiosco.infoBildschirmfoto 2017-09-13 um 22.23.35

Hier der Text von René Hornung vom 13. September 2017, von Saiten Online:

Der Chiosco kommt – mindestens als Modell

Der HB Nord in St.Gallen soll südländisches Flair bekommen und zum Ort des Debattierens werden – dank dem Chiosco der Architekten Barão Hutter. Jetzt kommt der Kiosk, vorerst allerdings nur als Modell.

Die Jury, die die Planungsvorschläge für das Areal Bahnhof-Nord in St.Gallen beurteilte, hatte bekanntlich Freude am sizilianischen Chiosco, den die Architekten Ivo Barão und Peter Hutter vorgeschlagen hatten.

Die beiden Architekten liessen nicht locker und haben den Verein «chiosco siziliano» gegründet. Sie sammeln Geld, um einen echten achteckigen, süditalienischen Chiosco nach St.Gallen zu bringen. Er soll den Aufbruch im Quartier markieren und zum Treffpunkt werden. Doch die Finanzierung muss zu einem grossen Teil über eine Sammelaktion erfolgen. Kanton und Stadt stellen zwar die Infrastruktur, aber kaum Geld zur Verfügung. Deshalb steht ab Freitag ein Modell am geplanten Ort und zeigt die Dimensionen des Kiosks.

Selbstverständlich muss ein sizilianischer Chiosco ans St.Galler Klima angepasst werden, doch seine Eleganz und sein Angebot wird einem Original in nichts nachstehen. Der Kiosk soll dann den öden Platz zwischen Fachhochschule und Rampe zur Bahnhofunterführung beleben und zum öffentlichen Diskussionsort über die Zukunft des Areals werden. Doch er sei weit mehr als eine Verkaufsstelle für Getränke und kleine Speisen. Er werde zur «täglichen Wohltat fürs Auge» und erfreue beim Vorbeigehen oder Stehenbleiben, so die Architekten.

Zuerst gehts nun ums Geldsammeln. Alle Details auf: chiosco.info

Stadt braucht Menschen, nicht nur Kunden

Es ist noch ruhig – wenns um den Bahnhofnord und dessen weiteren Beplanung geht. Darum hier mal eine Zwischenlektüre für alle von unten bis nach oben und zurück, in guter Hoffnung.

Hier ein Zita aus dem Arikel

« Nicht-Planung lautet die Devise. Diese Forderung entsteht aus dem Wissen, dass belebende aufregende Ort zumeist in hybriden Zwischensituationen mithilfe von ortsprägenden Nutzungen und Akteuren gedeihen.»

2012 Ambivalenzen

Anarchismus und Raumplanung

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Ein schöner Tagblatt-Titel: «Anarchismus und Raumplanung»!

Heute in der Erfreulichen Uni: «Unsere Freunde erklären uns ihre Ergebnissse» Dienstag 20.15 Uhr im Palace

Eine ehemalige Studentin und ein ehemaliger Student der Raumplanung  stellen ihre Abschlussarbeiten zu den Quartieren Bruggen und Winkeln vor das zur Raumplanung. Auch der anarchisten Führer Kropotkin wird vom ehemaligen Wirt des Hauses vorgestellt.

http://www.palace.sg/index/index/xEvent/597

Dringliche Botschaft. Quo vadis, Bahnhof Nord?

Diese Botschaft, an das Stadtplanungsamt und den Stadtrat, resultiert aus dem Tisch hinter den Gleisen vom 20. Dezember 2016:

Dem Stadtplanungsamt und dem Stadtrat wollen wir für das weitere Vorgehen am Bahnhof Nord, und in der ganzen Stadt, in Erinnerung rufen:

«Es sollen nicht einfach Baulücken gefüllt werden;
vielmehr soll hier ein lebendiger,
vielfältiger, sozialer und zukunftsfähiger Ort entstehen.»

 

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Zitat aus dem Programm für den Studienauftrag zum Testplanungsverfahren für das Gebiet Bahnhof Nord. Vom 15. Juni 2016. Absender ist das Stadtplanungsamt genehmigt wurde das Programm durch die Stimmberechtigten des Beurteilungsgremiums.

 

Des Weiteren sind diese Anregungen, Bitten und Fragen beim letzten Tisch von den einzelnen Leuten formuliert worden:

  • Nutzungen müssen jetzt diskutiert werden!
    Sie sollten vielfältig sein – wie die Stadtbevölkerung.
  • Nach der Testplanung – die Testnutzung.
  • Raum für Zufälliges.
  • Verdichten heisst nicht, Freiflächen zu verbauen.
  • Eine Stadt definiert sich durch die Bewohnerinnen und Bewohner und nicht durch Büros.
  • Die Stadt muss sicherstellen, dass nicht die Renditeerwartungen der Investorinnen / Investoren die Entwicklung diskutieren.
  • Unbürokratisches einfach machen anstatt zu planen – mehr Offenheit!
  • Nicht an der Synthese weiter basteln, sondern mit den Bedürfnissen auseinandersetzen – wie ursprünglich von der Stadt versprochen/geplant
    (siehe obige Zielformulierung).
  • Über temporäre bauliche Strukturen nachdenken und nicht über Bauten im engeren Sinn. Kredit sprechen für kleinere Vorhaben.
  • Belebung soll aus dem Quartier entspringen – Entwicklung vor, am und aus dem Ort!
  • Bahnhof Nord im Kontext der Stadt St.Gallen betrachten – Synergien fördern, Redundanzen verhindern, Individualität gewährleisten.
  • Aufwertung findet nur statt, wenn die Rosenbergstrasse im Perimeter mitbeachtet wird.
  • Die von Pionierpflanzen geprägten Kiesplätze fördern.
  • Die Stadt soll als Bauherrin auftreten. Nur so kann die gewünschte Nutzung gewährleistet werden.
  • Die LOK braucht Gleisfeld und Raum – bitte freihalten!
  • Plaza Mayor braucht Sonne – bitte verschieben!
  • Inwieweit sind die Klötzlibauten (aus der «WerkStadt Bahnhof Nord») in die Planung eingeflossen?
  • Inwieweit sind die Gebäudehöhen überhaupt umsetzbar?

Tisch zu Gast bei der Sozialraumtagung des GWA Netzwerks

Am Dienstag 21. März ist der Tisch hinter den Gleisen an der Sozialraumtagung des GWA Netzewerks Deutschweiz zu Gast. (Netzwerk Gemeinwesenarbeit)

Die Veranstaltung ist öffentlich und dauert von morgen 08.45 bis 16.30 Uhr. Es werden verschiedene Workshops stattfinden. Der Tisch ist im Workshop C untergebracht, gemeinsam mit der Herberge zur Heimat aus dem Klosterviertel.

Weitere Infos, Kosten und Anmeldung:

https://www.fhsg.ch/fhs.nsf/de/event?opendocument&event=21.03.2017-5.-ostschweizer-sozialraumtagung

Ergebnis-Forum: Quo vadis?

Vögeliwohl oder Faust im Sack?

Drei Adventskerzen später ist es an der Zeit das Ergebnisforum zu reflektieren. Den einen ist es vögeliwohl mit der Kombination aus den vier Projekten der Testplanung (Download Bericht) Bahnhof Nord und andere machen die Faust im Sack. Die Faust soll aus dem Sack und auf den Tisch. Sowie die wohligen Vogelstimmen als «Empfehlung an den Stadtrat» gesammelt werden.
Wann: kommenden Dienstag 20. Dezember 2016 um 19 Uhr
Wo: Spanisches Klubhaus, Klubhaustrasse 3
Mehr zu: Quo vadis? https://de.wikipedia.org/wiki/Quo_vadis%3F

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Medienartikel zur Testplanung:
http://www.saiten.ch/ein-turm-und-eine-plaza-mayor/
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadt/Mit-Klubhaus-und-Hochhaus;art197,4839227
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